Gemeinde Fremdingen

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Schmuckes Dorf

Geborgen am Riesrand liegt das schmucke Dorf Herblingen, dessen markanter Kirchturm sich als Wahrzeichen über die stattlichen Zwei- und Dreiseithöfe erhebt. Im Gegensatz zu vielen Rieser Dörfern weist der Ort eine lockere Bebauung auf mit großen Hofräumen und den darin integrierten Obstgärten.

Es ist noch stiller geworden um das Dorf am Nonnenberg seit viele Bauern ihre Höfe aufgaben oder im Nebenerwerb bewirtschaften. Weit reicht die  Siedlungsgeschichte zurück. Die Römer legten am Sulzgraben eine "Villa rustica" an, von der beim Pflügen heute noch Überreste zum Vorschein kommen. Herblingen selbst entwickelte sich aus einer alamannischen Siedlung, deren Reihengräberfeld man im Ortskern fand.

Blick auf Herblingen
Blick auf Herblingen

Erste urkundliche Erwähnung

Urkundlich erscheint "Herlaibingen" zum erstenmal 1157, als Papst Hadrian IV hier Güter bestätigte, die zur Gründungsausstattung des Klosters Auhausen  gehörten. Die Geschichte im Mittelalter ist eng mit den Herren von Hochaltingen verbunden, die auch die Ortsherrschaft ausübten. Herblingen dürfte ursprünglich auch eine eigene Pfarrei gewesen sein - bis die Hürnheimer 1523 das Spital stifteten und Herblingen zu einer Filiale "degradierten". Jedenfalls hatte von nun an der Spitalpriester die Seelsorge in Herblingen zu übernehmen.

Im Ort stand ein Pfarrhaus, das 1657 dem Verfall entgegenging; die Leute im Ort erinnerten sich damals jedoch nicht mehr, dass hier je ein Pfarrer gewohnt habe, heißt es in einem Bericht von damals. Lehrer Otto Mittel förderte beim Anlegen seines Gartens an Stelle des heutigen Leichenhauses "angebrannten Bauschutt mit Hohlziegeln" zutage, wohl Überreste des alten Pfarrhofes. Bald nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, der die Bevölkerung Herblingens stark dezimierte, erbauten die Freiherrn von Welden die Nonnenbergmühle, um das "Sudmalz" für die Hochaltinger Brauerei zu brechen. Sie legten einen Stauweiher an und zur Reserve den Glöckles- und Enderlachweiher. Im Jahre 1764 verkauften die Herren von Welden die Ortschaft  Herblingen und  ihren gesamten Besitz im "Ländle" an das Fürstenhaus Oettingen-Spielberg.

Gemeindereform 1818

Bei der Gemeindereform 1818 erhielt Herblingen den Status einer "Ruralgemeinde". Die Kinder mussten aber weiterhin nach Hochaltingen  in die Schule gehen, bis es den Herblingern 1903/1904 gelang, ein eigenes Schulhaus mit Lehrerwohnung zu errichten. Sie hatten "genug" bei jedem Wetter ihre Kinder nach auswärts zu schicken. "Über diesen Schulbau in Herblingen erzürnte sich Geistlicher Rat Ernst aus Hochaltingen so, dass er sich nach Munzingen versetzen ließ. Da ihn aber die Hochaltinger inständig baten zu bleiben, machte er die Sache rückgängig", schreibt Otto Mittel.

Seit 1968 besuchen die Herblinger Kinder die Verbandsschule in Fremdingen. Nachdem der Lehrer weggezogen war, stand dieses eindrucksvolle Gebäude zunächst leer und wurde dann einige Jahre an den Landkreis zur Unterbringung von Asylbewerbern vermietet. Heute dient das  Obergeschoss als Proberaum für den Kirchenchor Herblingen-Hochaltingen und als Wahllokal. In Herblingen finden wir noch einige sehr schöne alte Bauernhäuser mit steilem Dach und roten Ziegeln, Fensterläden und Sprossenfenstern, mit Giebelbändern und Eckquadern. Ein schmiedeeiserner Ausleger mit dem Bild eines weißen Rosses lädt ins gemütliche Dorfwirtshaus ein. Dieses handwerklich gearbeitete Schild hebt sich wohltuend vom schablonenhaften Brauerei-Standard ab. Im Hofacker steht eine "Maria-Hilf-Kapelle" aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Zug um Zug verbesserte sich die Infrastruktur Herblingens:

Infrastruktur

  • Flurbereinigung 1967/68
  • Rieswasserversorgung 1970
  • Abwasserbeseitigungsanlage1971 und 1999-2001
  • Sportplatz mit Vereinsgebäude 1984
  • Kinderspielplatz 1998
  • Trainingsspielfeld 1999
  • Feuerwehrgerätehaus 1999

Die Festhalle kommt der dörflichen Gemeinschaft zugute aber auch dem Theaterverein, der dort mit seinen Aufführungen die Besucher aus nah und fern erfreut.

Einen herrlichen Blick über das Ries genießt man vom Baugebiet "Flachsdörre", das 1978 und 1994 erschlossen wurde.

Dort wo einst die Herblinger den Flachs dörrten, wächst von der Sonne begünstigt, sogar der Wein.

Weitere Informationen

Haus der Geschichte

Das Haus der Bayerischen Geschichte veranstaltet Tagungen und Kolloquien, meist zu den jeweiligen Ausstellungsthemen, aber auch zu allgemeinen Themen des Ausstellungswesens

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Archive in Bayern

Das Portal "Archive in Bayern" führt zu den öffentlichen und privaten Archiven im Freistaat Bayern.

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Geschichte(n) und Bilder

Das Buch Fremdingen unsere Gemeinde, Geschichte(n) und Bilder einer Großgemeinde im Nord-Ries erhalten Sie im Rathaus Fremdingen.

Texte: Klaus Lingel
Zeichnungen: Elisabeth Böhm