Kindergarten Fremdingen
Kontaktadresse
Hoher Weg 5b
86742 Fremdingen
Fon: 09086/920204
Geschichte
"Baue nicht hundert Kirchen, sorge viel mehr für hundert Kinder und dein Name wird eingetragen ins Goldene Buch des Himmels," (russisches Sprichwort)
100 Jahre ist es her, als Pfarrer Josef Eisele "im hiesigen Kloster eine Kinderbewahranstalt" gründete, die auch vom Bezirksamt Nördlingen genehmigt wurde. "So sind die kleinen Kinder (von 2 - 5 Jahre incl.) doch gut aufgehoben, sind von der Gasse weg und die Eltern können ruhiger ihrer Arbeit nachgehen", so Pfarrer Eisele.
Die Bedeutung eines Kindergartens erkannten ein halbes Jahrhundert später auch Pfarrer Lorenz Götz und Kirchenpfleger Alois Kapeller. Sie bauten 1957 auf einer Wiese der Pfarrpfründestiftung unweit der Kirche einen eingruppigen Kindergarten. Der Pfarrer selbst sammelte Gelder im Dorf und holte Schwester Euphemia, die den Kindergarten 25 Jahre leitete. Auch die politische Gemeinde unterstützte das Vorhaben und beteiligte sich an den Baukosten. Eine deutliche Verbesserung in finanzieller Hinsicht erbrachte das Kindergartengesetz von 1972. Es legte fest, dass Staat und Gemeinde dem Träger Zuschüsse zu den förderfähigen Kosten des Fach- und Hilfspersonals in Höhe von je 40 v.H. zu gewähren haben. Die Gemeinde beteiligte sich am Fehlbetrag zu 80 v.H. Im Jahre 1982 ließ Pfarrer Eugen Hänle den Kindergarten außen und innen durchgreifend renovieren.
Die Kirchenverwaltung teilte im Jahre 1997 mit, sie wolle die Betriebsträgerschaft am Kath. Kindergarten an die politische Gemeinde abgeben. Da in Fremdingen nur ein Gruppenraum zur Verfügung stand und noch immer Wechselgruppen gebildet werden mussten, entschloss sich der Gemeinderat zum Bau eines neuen zweigruppigen Kindergartens mit Mehrzweckraum. Für das Errichten eines kleinen Bildungszentrums erwies sich das Grundstück an der Grund- und Hauptschule ideal. Man kann so nicht nur deutliche Synergieeffekte erzielen, sondern auch den Kindern den Übergang zur Schule erleichtern, da sie bereits mit den Örtlichkeiten und den Lehrern vertraut sind. Nach Plänen von Architekt Hans- Günther Zimmermann aus Donauwörth entstand ein Gebäude im Pavillonstil. Großzügig ist der Eingangsbereich konzipiert. Fenster erschließen den Kindern den Blick in den Garten und vermitteln das Gefühl der Offenheit und Weite. Jedem Gruppenraum ist ein Intensivraum zugeordnet. Im Obergeschoss steht ein heller Mehrzweckraum zur Verfügung. Durch aufwändige Geländemodellierungen, Bepflanzung und Geräte entstand eine attraktive Spiellandschaft im Freien. Am 7. April 1998 erfolgte mit den Kindern der erste Spatenstich, drei Monate später konnte man bereits Richtfest feiern. Am 20. September 1999, am Tag des Kindes, öffnete der neue Kindergarten seine Tore. Die Arbeit im Kindergarten ist geprägt vom Leitsatz Maria Montessoris: "Hilf mir, es selbst zu tun."
In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Fremdingen in die Kinderbetreuung erheblich investiert. So kostete der Neubau allein rd. 1,2 Millionen DM. Seit 1996 verdoppelte die Gemeinde ihre Kindergartenplätze auf 100.
Wir können das Geld nicht besser anlegen, als es in Kinder zu investieren. Der Kindergarten ist heute keine Bewahranstalt mehr wie von 100 Jahren, sondern eine wichtige familienunterstützende und -ergänzende Einrichtung. Wir sind froh, allen unseren Kindern vom dritten Lebensjahr an bis zum Eintritt in die Grundschule einen Platz anbieten zu können, und das bei flexiblen und bedarfsgerechten Öffnungszeiten. Kinder sind unsere Zukunft. Und wenn das Geld für die Kinder nicht reicht, dann brauchen wir uns keine Sorgen um Rente oder Wachstum zu machen. Dann ist die Zukunft zu teuer.