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Gemeinde Fremdingen - das Tor zum Ries

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Schule Fremdingen

Volksschule Fremdingen

Volksschule Fremdingen

An der Schule 1
86742 Fremdingen
Fon: 09086/265
vs-fremdingen@web.de

Geschichte

Als erster Schullehrer in Fremdingen erscheint Thomas Begel im Jahre 1675. Nicht die Freiherrn von Welden oder die Grafen von Oettingen stellten als Ortsherrn den Lehrer an, sondern die Bauern, denen die Bildung der Jugend  ein besonderes Anliegen war. Die nach dem Dreißigjährigen Krieg verwilderten Kinder wurden in der deutschen Sprache, im Rechnen und in Religion erzogen. Bis nach dem Ersten Weltkrieg übte der örtliche Pfarrer die Aufsicht aus über Schule und Lehrer. Wenn er seine Familie ordentlich ernähren wollte, musste der Lehrer mehrere Berufe gleichzeitig ausüben. So betrieb er in der Regel eine kleine Landwirtschaft, versah den Organistendienst und war oft noch Gemeindeschreiber. Es gab keine Jahrgangsklassen. Alle Kinder unterrichtete er in seiner eigenen Stube. 1814 war es unmöglich in "der ganz zerlumpten Schulstube Unterricht zu erteilen, wo fast kein Fenster mehr ganz, die Fensterrahmen verfault, die Bänke zum Teil zerrissen und der Boden voller Löcher ist, dass die bloße Erde hervorgeht und so nicht mit Ergiebigkeit kann eingeheizt werden." 1836 baute die Gemeinde schließlich ein "helles gesundes Schulzimmer", das "als zweistöckiges Gebäude hinlänglich Räumlichkeiten für den Lehrer"  im Untergeschoss bot. Als 1876 der Schulsaal für die über 100 Kinder zu klein war, baute man daneben ein neues Schulhaus, das 1952 erweitert wurde. Die Gemeinde verkaufte dieses Gebäude an die Kirche, die es nach Umbaumaßnahmen als Pfarrheim nutzt. 1960 waren die Räumlichkeiten wieder nicht mehr ausreichend, so dass "Wechselunterricht" erteilt werden musste. Da kam Bewegung ins Schulsystem. Es wurden Jahrgangsklassen gebildet und größere Einzugsbereiche zu mehrzügigen Schulen zusammengeführt. Das neue Volksschulgesetz verlängerte die Schulpflicht auf neun Jahre. Die alte Dorfschule, die sich am Lehrplan der volkstümlichen Bildung orientierte, hatte ausgedient.

Bürgermeister Hermann Stempfle erkannte die einmalige Chance. Die Gemeinde erwarb Grundstücke im Mariner Feld und begann 1968 auf eigene Faust mit dem Neubau des Schule, da sich die umliegenden Gemeinden daran nicht beteiligten wollten. Architekt Helmut Weiler  verband die beiden langgestreckten Gebäudeteile mit Gängen und schuf so einen atriumartigen Innenhof. Im südlichen Trakt liegen die neun Klassenzimmer sowie die Fachräume, im nördlichen Trakt Schulküche, Informatikraum und Aula. In der 1971 fertiggestellten Turnhalle kann der lehrplanmäßige Sportunterricht erteilt werden. Zudem stellt die Turnhalle, die 2003 saniert und erweitert wird, eine außerordentliche Bereicherung für die Einheitsgemeinde dar, da sie rege von Vereinen für sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt wird. Der Musikverein stehen die  Klassenräume der Schule für die Ausbildung musikalischen Nachwuchses zur erfügung. Der Schulhausneubau war eine richtungsweisende Entscheidung. So war eine heimatnahe Beschulung unserer Kinder sichergestellt und die Grundlage für die spätere Bildung der Einheitsgemeinde gelegt.

Die Regierung löste durch Rechtsverordnung vom 1. August 1969 die Schulen in Belzheim, Fremdingen, Hausen, Herblingen, Hochaltingen, Minderoffingen und Schopflohe auf und gliederte sie in die Volksschule Fremdingen ein. Man verzichtete auch nicht auf "Kunst am Bau". Weithin leuchten die Farben an der Westwand, an der Sebastian Fink, ein Künstler aus Wallerstein, den Schöpfungsbereicht darstellt. Die vielen Tiere setzte er aus unregelmäßig gebrochenen Platten und Stücken verschiedener Gesteinsarten zusammen und brachte sie auf farbigen Grund. Im Zentrum thront der Weltenschöpfer, ihm zu Füßen wandelt das Menschenpaar im Paradies. Die vier lebensgroßen Steinfiguren im Innenhof weisen mit ihren Symbolen auf die vier Tageszeiten hin.

Nachdem wegen des Schülerrückgangs in den letzten Jahren die Schülerzahlen nicht mehr durchgängig für die Bildung einer Klasse pro Jahrgangsstufe ausreichen, organisierte die Regierung von Schwaben die Volksschulorganisation im nordwestlichen Teil des Landkreises im Jahre 2007 neu. So werden die Hauptschüler aus der Gemeinde Fremdingen, und aus der Gemeinde Ehingen, Ortsteil Belzheim der Volksschule Oettingen und die Hauptschüler aus Minderoffingen der Volksschule Wallerstein zugeordnet. Die Volksschule Fremdingen wird somit künftig nur noch aus den Grundschulklassen 1 bis 4 bestehen.

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