![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() UttenstettenHofgut UttenstettenTiefe Wälder umgrünen das Hofgut Uttenstetten. Luitpold von Weiltingen tauschte im Jahre 1285 Güter des Augsburger Domkapitels gegen einen Hof von Uttenstetten. 1431 erwirbt die Reichsstadt Dinkelsbühl Besitzungen in Uttenstetten, die bereits 1472 an den Dekan von Maihingen verkauft werden. Das Gut gehörte zur Erstausstattung des dortigen Minoritenklosters. Hier verbrachten die "reconvaleszierenden" Mönche Frühling und Sommer. Während des Bauernkrieges brannte der Ellwanger Haufe das Gut beim Vorstoß ins Ries nieder. Durch die Säkularisation kam Uttenstetten in den Besitz des Fürstlich Oettingen-Wallersteinischen Hauses und später durch Verkauf an den "unternehmenden Weinhändler" Franz Joseph Abendanz aus Wallerstein. Viel Sinn und Vorliebe hatte er für die "Bau-und Gartenkunde" sowie "unermüdlichen Eifer für die Hebung der Landwirtschaft". Er legte die prächtigen Kastanienalleen in Richtung Wolfskorb und an der Bundesstraße an. Die vielseitigen Unternehmungen - ihm gehörte auch ein Gasthaus in Fremdingen - führten allerdings zu seinem wirtschaftlichen Ruin.
1837 brachte Oettingen-Wallerstein das Landgut mit den dazugehörigen Höfen Oppersberg und Grünhof mit ungefähr 1000 Morgen Feld und Wald wieder an sich. Diese Flächen bewirtschafteten Pächter und Verwalter. Mehrere Familien fanden Arbeit in Feld und Stall. Von hier aus betreute ein Förster Wald und Wild. In das idyllisch gelegene Landschlösschen zogen sich die Fürstenwitwen zurück. Das langgestreckte Gebäude mit Mansard-Walmdach aus der Zeit um 1790 und der querstehende zweitennigen Stadel aus dem Ende des 19.Jahrunderts haben nach einer durchgreifenden Renovierung heute wieder die Funktion eines prächtigen Landschlösschens. Langgestrecktes FeuchtgebietSüdwestlich von Uttenstetten liegt in einem flachen Bachtal am Waldrand ein langgestrecktes Feuchtgebiet, das auf zwei ehemalige, bereits 1830 aufgelassene Wolfskorbweiher zurückgeht. Die Sumpfdotterblume bildet mit ihrer leuchtenden Blüte die charakteristische Pflanze. Wasserfrösche und Bergmolche finden in dem Tümpel, den ein amerikanischer Panzer bei einem Manöver hinterlassen hat, günstige Laichmöglichkeiten. Im Jahreslauf kann man hier die seltene Schuppenwurz, die Rote Taglichtnelke, Bachnelke, Sumpfschwertlilie, Trollblume, Herbstzeitlose und am Waldrand das Maiglöckchen bewundern. Im Schilf nistet der Teichrohrsänger und vom Laubmischwald her hört man das Klopfen des Schwarzspechts. Geschichte(n) und BilderDas Buch Fremdingen unsere Gemeinde, Geschichte(n) und Bilder einer Großgemeinde im Nord-Ries erhalten Sie im Rathaus Fremdingen. Texte: Klaus Lingel KontaktGemeinde Fremdingen Archive in BayernDas Portal "Archive in Bayern" führt zu den öffentlichen und privaten Archiven im Freistaat Bayern. Haus der GeschichteDas Haus der Bayerischen Geschichte veranstaltet Tagungen und Kolloquien, meist zu den jeweiligen Ausstellungsthemen, aber auch zu allgemeinen Themen des Ausstellungswesens. |